M2 | Pyrrhus-Unentschieden11. März 2020

Mit dem TV Länggasse Bern 1 hatten wir eine Mannschaft zu Besuch, die für ihre starke 6:0-Abwehr berüchtigt ist. Somit war uns vornerein klar, dass es in dieser Partie zu einer Abwehrschlacht kommen würde. Zusätzlich war uns bewusst, dass wir unbedingt die zwei Punkte gegen den TVL brauchten, um unsere Situation im Abstiegssumpf zu verbessern. Mit dem Fokus auf die zwei Punkte gingen wir ins Spiel hinein und zu Beginn des Spiels zeichnete sich schon ab, dass in dieser Partie nicht viele Tore fallen würden. Die erste Halbzeit war geprägt von technischen Fehlern und Fehlwürfen beider Mannschaften. Mit einem Vorsprung von zwei Toren gingen wir in die Pause (11:9). Das Positive aus der ersten Halbzeit waren die Torwartleistung und die Verteidigung. Deshalb war unser Ziel in der zweiten Halbzeit, dass wir in der Verteidigung keinen Gang zurückschalten dürfen und im Angriff kaltblütiger werden müssen. Die Kaltblütigkeit im Abschluss konnten wir nicht wie gewünscht umsetzen, da wir in den ersten 20 Minuten in der zweiten Halbzeit nur gerade fünf Tore erzielten (16:15). Zudem erlaubten wir uns in dieser Phase zu viele technische Fehler. Glücklicherweise hielt unsere Abwehr und so konnte der TVL nicht mit uns gleichziehen, aber wir konnten leider auch nicht unseren Vorsprung ausbauen. So kam es, dass wir für unsere Ineffizienz bestraft wurden und ab der 57. Minute mit einem Tor in Rücklage waren (17:18). Doppelt bitter für uns war, dass sich Martin Ziegler beim Zusammenstoss mit einem Gegenspieler so verletzt hatte, dass ein Weiterspielen seiner Seite nicht mehr möglich war und er wahrscheinlich für die restlichen Spiele in der Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Zum Schluss wurde es noch einmal spannend, da der TVL mit zwei Toren führte und es noch zwei Minuten zu spielen galt. Wir reagierten äusserst stark auf diese verzwickte Situation, indem wir in der Verteidigung auf eine offensive Manndeckung umschalteten. Mit einer tollen Teamleistung und einem starken Willen gelang es uns, das Spiel kurz vor dem Ende auszugleichen (19:19). So konnten wir uns einer Niederlage verwehren, aber das Unentschieden fühlt sich wie ein Pyrrhus-Unentschieden an. Die Stimmung in der Mannschaft war bis zum Schluss hervorragend und der gezeigte Wille konnte sich auch sehen lassen. Jedoch war nicht alles was glänzte auch Gold, denn wir haben es versäumt, den Sack in der zweiten Phase zuzumachen, als wir mit zwei Toren führten und der TVL fast keine Tore erzielte. Gelingt es uns für die nächsten Spiele in solchen fast Torlosenphasen besser/cleverer zu spielen und den Sack schneller zuzumachen, sieht es gut aus für uns, dem Abstiegssumpf zu entkommen.